05.09.2011
Häuser-, Höfe-, Adress- und Eigentümerverzeichnisse
Archiv.Lana bietet Adressverzeichnisse von Lana und Völlan des 20. Jahrhunderts digital unter http://www.archiv-lana.it/dokumentation_biblio.html an und hat sie durch Seelenbeschreibungen ab 1844, Parzellenprotokolle und weitere Unterlagen aus dem 19. Jahrhundert ergänzt. Geplant ist, weitere Quellen, wie die Steuerkataster des ausgehenden 17. und 18. Jahrhunderts einzubauen und die noch ausständigen Seelenbeschreibungen in der Pfarre Völlan aufzunehmen.
Mit dem online vorliegenden Verzeichnis ist es nun möglich, rasch Auskunft über eine Besitzerabfolge, einen Haus- oder Hofnamen, die Bautätigkeit und die Verortung eines Objektes mittels Bauparzelle und Adresse zu erhalten. Dass die Tabellen für die Ortsteile Ober-, Mitter- und Niederlana (mit Ackpfeif), Pawigl (mit Vigiljoch) und Völlan nun in dieser umfangreichen Form vorliegen, verdankt Archiv.Lana den Institutionen, welche ihr Quellenmaterial zur Verfügung gestellt haben, namentlich der Gemeinde Lana, dem Grundbuchsamt in Meran, dem Pfarrarchiv Lana, dem Südtiroler und dem Tiroler Landesarchiv.

Eintrag zum Hirschenwirt (Am Gries) in der Seelenbeschreibung von 1895, Pfarrarchiv Lana.

30.07.2011
Findmittel des Obstbaumuseums/ Archiv.Lana online
Im Auftrag des Vereins Südtiroler Obstbaumuseum Lana und gefördert durch die Autonome Provinz Bozen/ Südtiroler Landesarchiv konnte Mag. Simon Terzer in den letzten Jahren einige bisher unerschlossene Archiv- und Fotobestände des Obstbaumuseums verzeichnen.
Die sich seit der Gründung des Museumsvereins in Lana 1981 und der Eröffnung des Südtiroler Obstbaumuseum 1990 angesammelten Archivalien, Nachlässe und Fotosammlungen bieten einen Querschnitt einerseits zur Südtiroler Obstbaugeschichte und andererseits zur Geschichte von Lana und Umgebung.
Auf der Website http://www.archiv-lana.it/dokumentation_museen.html wird nun ein Überblick über die Bibliotheks- und Archivbestände geboten. Zu folgenden Beständen stehen Findbücher (Archivverzeichnisse) im PDF-Format zur Verfügung:
- Wassergenossenschaft Lanaer-Nalser-Gießen
- Hagelabwehrgenossenschaft/ -konsortium Lana
- Werbematerial der Handelskammer (Obstbau, Weinbau)
- Nachlass Alois und Josef Carli (Baumeister aus Lana) - Pläne
- Nachlass Eduard Gruber (1914-2005) (Heimatforscher aus Lana)

Aus dem Bestand Werbematerial der Handelskammer, Faltblatt zur Obstwerbung, hrsg. vom Komitee für Obst und Gemüse, 1968 - 1974 ca.

20.12.2010
Rückblick und Vorschau
Im Jahr 2010 lag der Schwerpunkt der Tätigkeit auf der Suche nach den historischen Lananer Gemeindeblätter (1919-28), von denen ca. ein Drittel digitalisiert wurde. Die Jahrgänge 1925-26 sind mit Artikeltitel, Autor und Stichwort erschlossen. Die Suche und Erschließung wird fortgesetzt, ebenso die Digitalisierung und Erschließung der bereits vorhandenen Gemeindeblätter von 1968 bis 1970 und der Zeitschrift „Lanensia“ (1980-82).
Abgeschlossen ist die Texterfassung der Haus- und Hofnamen von Josef Tarneller für das Gemeindegebiet von Lana. Ebenso ist die Ordnung, Erschließung und Verpackung folgender Bestände abgeschlossen: Werbematerial der Handelskammer (1968-2005), Wassergenossenschaft Lanaer-Nalser-Gießen (1907-1926), Hagelabwehrgenossenschaft/ -konsortium Lana (1965-1994), Teile der Fotosammlung und der Archivsammlung des Museumsvereins. Im kommenden Jahr wird weiter an der Foto- und Archivsammlung sowie an der Schenkung von Georg Lösch gearbeitet.
Die Verhandlungen mit der Marktgemeinde Lana bzgl. Übernahme oder Deponierung von Nachlässen zur Erschließung werden weitergeführt. Zu diesem Zweck sind der Ausbau der Depoträume und die Schaffung eines Lese- und Arbeitsraumes im 2. Stock des Museumsgebäudes geplant.
Begonnen wurde im letzten Jahr mit der Erstellung historischer Adressverzeichnisse (Jahre 1787, 1879, 1858). In Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Lana (Adressdatenbank 1900-1961) und dem Pfarrarchiv Lana (Seelenbeschreibungen) wird an einer gemeinsamen Datenbank gearbeitet. Die Kulturgüterberatung durch den Historiker Simon Terzer wird weitergeführt.
Folgende Tätigkeiten werden weiter verfolgt:
- Kunst- und Krempel-Tag mit Bewertung von Kulturgütern.
- Zusammenarbeit mit Chronisten, Bibliotheken, Bauernmuseum Völlan, Arcipelago Lana (Fabbrica del Tempo) und Archivträgern in Lana.
- Erschließung der Dorfrechtsprotokolle, Sicherheitskopien.
- Aufbau Lanensia-Bibliothek, umfassende Bibliographie über Lana.
- Indexerstellung zu Lana-Dorfbüchern (1941, 1985, 1990).

24.06.2010
Tarnellers Hofnamen für Lana und Völlan online
Um 1890 begann der Priester Josef Tarneller (1844-1924) mit der Sammlung von Hofnamen im Burggrafenamt. Primär ging es ihm um die Beisteuerung von namenkundlichem Material für die Hofnamenforschung.
Von 1892 bis 1898 publizierte er seine Ergebnisse unter dem Titel „Die Hofnamen des Burggrafenamtes in Tirol“ im Programm des k.k. Ober-Gymnasiums in Meran. Die Höfenamen von Lana und Völlan erschienen im Jahre 1894.
Neben dem germanistisch-namenkundlichen Ergebnis hatte Tarneller mit seinen Recherchen auch einen wesentlichen Beitrag zur Geschichte der Höfe und Häuser sowie ihrer Besitzer geliefert. In der Folge überarbeitet er die Erstfassung und brachte sie 1909 und 1911 in zwei Teilen im „Archiv für Österreichische Geschichtsforschung“ unter dem Titel „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gemeinden“ heraus. Beide erschienen auch als Separatabdruck in einem Band.
Der unveränderte Volltext von Tarnellers Hofnamen für die Gemeinde Lana und die ehemalige Gemeinde Völlan ist nun von Archiv.Lana auf der Website zugänglich gemacht worden, womit auch Recherchen innerhalb der einzelnen Höfe- und Häusernummern z.B. nach Personennamen möglich sind. In Zukunft soll ein Personen-, Orts- und Hofnamenindex die Suche noch erleichtern.
Die Datei ist unter Portal Kulturgüter/ 5. Texte, Quellen, Bibliographien abrufbar.

10.03.2010
Gesucht: Historische Gemeindeblätter
Seit 1988 erscheint das „Lananer Gemeindeblatt“. Bereits in den 1920er Jahren gab es die ersten Gemeindeblätter, dann wieder von 1968 bis 1970. Anfangs überwogen amtliche Verlautbarungen und Kundmachungen, Berichte und Ansprachen aus der Gemeindestube, denen recht bald Vereins- und Verbandsmitteilungen, statistische Angaben und Inserate von heimischen Firmen folgten.
Im Gegensatz zu allen anderen Periodika sind die Gemeindeblätter der Zwischenkriegszeit nur äußerst selten erhalten geblieben, eine vollständige Reihe fehlt bisher ganz.
Ein Forschungsprojekt von Archiv.Lana gilt daher der Suche nach diesen Blättern. 1919 erschien der erste Jahrgang des „Gemeinde-Blatt[es] für Lana an [der] Etsch und Tscherms“. Mit der Einsetzung des faschistischen Podestà 1926 änderte sich nicht nur der Name, sondern auch die territoriale Zuständigkeit. Seit der Verwaltungszusammenlegung der Gemeinden Lana und Völlan und der Übertragung des Podestà-Amtes der Gemeinde Ulten erschien das Blatt unter dem Namen „Indicatore per i comuni Lana, Foiana e Ultimo/ Anzeiger für die Gemeinden Lana, Foiana und Ultimo“.
Ziel des Projektes ist die Digitalisierung der Gemeindeblätter bis 1970, die Veröffentlichung auf der Website www.archiv-lana.it und die Erstellung von Inhaltsverzeichnissen mit Verschlagwortung zur raschen Suche nach Inhalten.
Archiv.Lana ersucht daher alle Bürgerinnen und Bürger, welche historische Gemeindeblätter der Zwischenkriegszeit besitzen, diese im Südtiroler Obstbaumuseum, Brandiswaalweg 4, Niederlana, leihweise zum Zwecke der Digitalisierung zu hinterlegen. (Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 9.30-12.30 und 14.00-17.00 Uhr, Tel.: 0473/564387, E-Mail: info@archiv-lana.it)


20.02.2010
Benutzungsordnung etc. im Obstbaumuseum
In der Sitzung vom 19. Februar 2010 hat der Ausschuss des Vereins Südtiroler Obstbaumuseum eine Reihe von Ordnungen für die Sammlungen und Archivbestände von Archiv.Lana genehmigt:
• Benutzungsordnung
• Gebührenordnung
• Reproduktionsbedingungen
• Bedingungen für die Überlassung von Leihgaben zu Ausstellungen
Die Texte sind unter Portal Kulturgüter/ Museen/Sammlungen abrufbar.

09.11.2009
Sammlung Georg Lösch erhalten
Im September erhielt der Verein Südtiroler Obstbaumuseum Lana eine umfangreiche Sammlung an Postkarten, Fotos und verschiedenem Kleinschrifttum durch Dr. Georg Lösch zum Geschenk.
Die bedeutende und mit viel Mühe zusammengetragene Foto- und Postkartensammlung enthält 1.600 Motive aus Lana, Völlan, von Pawigl und dem Vigiljoch und reicht bis in die 1880er Jahre zurück. Mit den Bildern kamen auch 300 Bücher, Broschüren und Zeitschriften zu Lana und Umgebung sowie 2 Schachteln mit Sterbebildern, Partezettel, Heiligenbilder, Zeitungsartikel und verschiedenen Akten aus dem Nachlass der Familie von Dr. Georg Lösch (Föhrnermühle) in das Obstbaumuseum.
Im Rahmen der Initiative Archiv.Lana wird sich der Verein Südtiroler Obstbaumuseum um die fachgerechte Inventarisierung, Erschließung und Aufbewahrung der Sammlung kümmern.

Aus der Sammlung Georg Lösch: Turnerriege in der 1906 erbauten Turnhalle im Löschanger in Lana. Foto Alois Nebl, Lana.

15.08.2009
Ausstellung „Andreas Hofer in Lana“
Das Südtiroler Obstbaumuseum – Archiv.Lana zeigt in Zusammenarbeit mit dem Heimatschutzverein Lana, der Schützenkompanie Franz Höfler Lana und dem Kleinen Museum Lana die Ausstellung
Andreas Hofer in Lana
1809-2009
Eine Spurensuche vor Ort
1.08. – 14.11.2009
Das historische Tirol gedenkt 2009 der Erhebung der Tiroler unter der Anführung von Andreas Hofer gegen Bayern und Franzosen vor 200 Jahren. Abseits von großen Landesfeiern und Veranstaltungen wirft diese Sonderausstellung den Blick auf Lana und begibt sich hier auf eine Spurensuche. Was hat sich von den Ereignissen der Landesverteidigung ab 1796 und vom Aufstand von 1809 vor Ort erhalten?
Mit unterschiedlicher Intensität und unter den jeweiligen zeitgeschichtlichen Umständen beeinflusste „Anno Neun“ die jüngere Geschichte Tirols. Auch in Lana wurde und wird Andreas Hofer und seiner Zeit gedacht, bei der Jahrhundertfeier 1909, mit Volksschauspielen in der Gaul, historischen Umzügen, letzten Aufgeboten, der Beteiligung der Schützen und Vereinen bei Gedenkfeiern, Theateraufführungen und Landesumzügen.
Mit zahlreichen Objekten aus Privat-, Vereins- und öffentlichem Besitz zeigt diese Ausstellung nicht nur die Rezeption bei offiziellen Veranstaltungen, sondern auch die Wirkung von Andreas Hofer etwa in Kriegspropaganda oder in den sich ansammelnden „Hoferiana“-Dingen der Lananer Haushalte.
Nach 200 Jahren Andreas-Hofer-Mythisierung gilt es, dieser im kollektiven Bewusstsein Tirols verankerten Thematik auch auf lokaler Ebene nachzuspüren.
Öffnungszeiten: Di – Sa 9.30 – 12.30; 14.00 – 17.00 Uhr
Führungen: Sa, 24.10., So, 25.10., Sa, 31.10., Sa, 7.11., Sa, 14.11., jeweils um 16.00 Uhr
Weitere Führungen auf Anfrage.
Südtiroler Obstbaumuseum
Ansitz Larchgut
Brandiswaalweg 4
39011 Lana
Tel. 0473-56 43 87


22.06.2009
Baupläne Carli: Findbuch online
Das Findbuch/ Repertorium zu den Plänen aus den Nachlässen der Baumeister Alois und Josef Carli ist ab sofort online unter Portal Kulturgüter/ 3. Nachlässe abrufbar. 2008 konnten die Nachlässe, welche mehr als 120 Bauprojekte von 1899 bis 1950 umfassen, inventarisiert werden. Sie befinden sich heute im Südtiroler Obstbaumuseum Lana.Die Bauten beider Baumeister befinden sich vor allem in Lana, Burgstall, im Ultental und anderen Dörfern der Umgebung von Lana und umfassen kirchliche und weltliche bzw. private und öffentliche Aufträge.

Westansicht Deutschritterordens-Priesterkonvent Lana, 1911. Sign. 116.

15.04.2009
Vorstellung von Archiv.Lana
Im Rahmen der Vollversammlung des Vereins Südtiroler Obstbaumuseum stellt der beauftragte Historiker Mag. Simon Terzer das Projekt Archiv.Lana vor.
Die Versammlung findet am Dienstag, 21. April 2009, mit Beginn um 20.00 Uhr im Südtiroler Obstbaumuseum, Ansitz Larchgut, Brandiswaalweg 4, Lana statt.
Tagesordnungspunkte:
- Begrüßung durch den Obmann und Genehmigung des Protokolls der Vollversammlung 2008
- Tätigkeits- und Kassabericht 2008
- Tätigkeitsvorschau 2009
- Vorstellung des Konzepts zur Umgestaltung des Obstbaumuseums von Dr. Josef Rohrer
- Präsentation von Archiv.Lana durch Mag. Simon Terzer
- Allfälliges
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

01.04.2009
Wer kennt diese Lananer Motive?
Im Nachlass des Heimatforschers Eduard Gruber, welcher zur Zeit inventarisiert wird, befinden sich Dias der Katholischen Jugend aus Lana. Sie sind ca. 1958 vom Fotografen Karl Spornberger angefertigt worden. Wer kann Auskunft zu den abgebildeten Motiven geben?
Mitteilungen bitte an das Obstbaumuseum, Tel. (+39) 0473 564387 zu Öffnungszeiten
(Di–Sa 9.30–12.30 Uhr und 14.00–17.00 Uhr), oder via E-Mail an info@archiv-lana.it.



|